Spielempfehlungen für den Sommerurlaubsabend

Angefeuert durch Christoph seine Empfehlungen dachte ich mir, es kann nicht schaden auch mal aufzuschreiben, was in meinen Augen in einen guten Urlaubskoffer passt. Ich hoffe es sind nicht schon zu viele verreisst, aber die meisten Bundesländer haben ja noch keine Ferien.

Um aber natürlich alles anders zu machen möchte ich nur vier Empfehlungen geben. Also eigentlich fünf. Oder besser vier mal fünf. Natürlich gibt es weite mehr gute Spiele als diese 20, aber das sind meine Empfehlungen für dieses Jahr.

Ich gliedere das also in Kategorien.

  1. Für Pärchen, die eh nur zu zweit spielen
  2. Für Familien oder 2 Pärchen die gemeinsam Urlaub machen
    1. und dabei lieber kooperativ oder
    2. komparativ spielen wollen.
  3. Schließlich für Großfamilien oder Leute die einfach immer andere ansprechen müssen, damit möglichst viele mit ihnen spielen.

Ich habe mich allerdings ganz bewusst auf auf richtig kleine Spielschachteln beschränkt. Die meisten Koffer sind eh schon sehr voll und wer kleine Spielschachteln hat, nimmt vielleicht noch ein Spiel mehr mit um so die Auswahl zu vergrößern. Ich gebe noch einen zusätzlich Tipp für alle die damit kein Problem haben, als Spiel mit großer Schachtel.

Urlaub zu zweit

Zu zweit ist immer gut verreisen. Die Zahl der Paare ist nicht zu unterschätzen. Und zum Glück erkennen auch die Verlage den Bedarf an guten 2er Spiele wieder. Es boomt und da kommt so einiges spannendes raus.

7 Wonders Duell (Repos Production)
Der 2-Spieler Hit des Jahres. Was gibt es nicht alles tolles über 7 Wonders zu sagen, und eigentlich trifft alles auch auf 7 Wonders Duell zu, wenn nicht sogar noch mehr. Schnelles Draften, viele Entscheidungen und ein ganz dichtes Gefühl mit viel Variabilität. Auch von der Jury empfohlen.

Tides of Time (Pegasus Spiele)
Ein Mikrospiel. Nur 18 Karten und 4 Marker. Das ist schon fast weniger als Love Letter, welches ein paar Marker mehr hatte. Schnelles Daten mit vielen Merkoptionen. Wer seine Signalfähigkeiten sowohl im Geben als auch im Nehmen trainieren will findet hier eine echte Perle die keine 10 Euro kostet.

Patchwork (Lookout Spiele)
Eigentlich schon der Klassiker, auch wenn das Spiel noch gar nicht so alt ist. Was Uwe Rosenberg hier an einem schnellen und einfachen Spiel abgeliefert hat, holt auch meinen Sohn vom Gameboy weg. Ich gebe zu, dass das Tetris-Thema natürlich dabei hilft, aber der einfache Zugang und immensen Möglichkeiten hier ein echtes Meisterwerk abgeben.

Targi (Kosmos)
Und natürlich darf das bisher einzige nominierte 2er-Spiel nicht fehlen. Und gerade im Hinblick auf die kommende Erweiterung, sollten die eigenen Fähigkeiten bei Targi mal wieder aufgelockert und vertieft werden. Und gerade bei der Erweiterung bin ich echt neugierig was mich erwartet. Daher ein Muss.

An der Schachtelgröße gescheitert: Arler Erde (Feuerland)
Wer Angst hat in einem Regengebiet zu enden und weiß einen großen Tisch zu haben, sollte Arler Erde mitnehmen. Viel Material und viel Spiel. Was andere für 18 Spieler brauchen reicht bei Herrn Rosenberg auch mal nur für 2. Keine Ahnung wie viel Material bei 7 Spielern es geworden wäre, aber das muss es nicht sein um ein gutes Spiel zu sein.

Urlaub zu viert mit Kooperativen Spielen

Port Royal mit Erweiterung (Pegasus Spiele)
Gleich mein erster Tipp ist eigentlich kein Kooperatives Spiel, aber die Kooperative Variante ist in meinen Augen die Beste des Spiels. Zusammen diskutieren, ob das Risiko für eine weitere Karte gut genug ist, oder ob da lieber langsam gelaufen werden soll, zu entscheiden, welche Aufgabe von wem gelöst werden soll, da gibt es sehr viel zu schauen und zu diskutieren. Gerade für Risikoleute die ein Push Your Luck-Spiel brauchen.

The Game (NSV)
Wenn ich ein Spiel häufiger als alles andere in den letzten 2 Jahren gespielt habe, bevor Codenames rauskam, dann war es the Game. als nominierter für das Speil des Jahres, hätte es in meinen Augen auch verdient den Titel gewinnen dürfen. Mit einer sehr variablen Spielerzahl und dem Wunsch viel zu diskutieren, was noch als knapp ist, oder was schon ein zu großer Sprung ist, kommen immer wieder Emotionen am Tisch auf. Und es ist echt klein.

Hanabi (AbacusSpiele)
Wenn wir schon von einem kleinen Spiel reden, dann darf das Speil des Jahres von 2013 nicht fehlen. Hanabi ist das Spiel das als erstes ohne Königsmacher auskam. Das Spiel das in jeder Gruppe anders funktioniert, und das Spiel das mit seinen Spielern wächst. Es macht einfach nur Spaß. Wir haben eigentlich nur noch die Rentnerversion mit den Riesenkarten auf dem Tisch, aber für den Urlaub ist die kleine Schachtel natürlich perfekt.

An der Schachtelgröße gescheitert: Pandemie (Z-Man Games)
Die Mutter der sehr guten Kooperativen Spiele, welche einen Run auf dieses System erschaffen hat. Mit den vielen Erweiterungsmodulen und etlichen Szenarien kann ich dies weiterhin nur empfehlen. Und wer es noch cnith gespielt hat, kann natürlich auch Pandemic Legacy mitnehmen und die gesamte Kampagne im Urlaub durchspielen. 1 bis 2 Spiele sollten jeden Abend drin sein und der 2-wöchgie Urlaub ist komplett gerettet.

Urlaub zu vier mit Kompetetiven Spielen

Skull King (Schmidt Spiele)
Ich muss Zügen, ich fand Wizard immer gut, aber irgendwie gefällt mir Skull King dann doch besser. Oft aus Gründen die andere dazu bringen das Speil nicht zu mögen. Es hat weniges Planbarkeit. Ich will mir unsicher sein, ob ich es durchbekomme. Ich möchte, dass keiner das richtig mitzählen kann und ich möchte dass spannende Runden aufkommen, weil nur 2 Leute einen Stich haben wollen, aber 6 Karten das natürlich nicht perfekt für alle zulassen.

Abluxxen (Ravensburger)
Wie schade dass die Jury dieses Spiel ignoriert hat. Ein perfektes schnelles Spiel, wo nicht gestochen wird, wo nicht einfach nur gesammelt wird, sondern wo es Angebote gibt und es immer wieder nur geklaut wird. Ein wundervolles Spiel mit deutlich mehr Tiefe als die meisten erkennen, vor allem wenn dann doch immer wieder dieselben am Tisch gewinnen.

Beasty Bar (Zoch)
Schöne große Karten und schnelle Regeln mit vielen Optionen. Es ist nicht immer leicht in die Bar zu kommen, aber die Schadenfreude mit der richtigen Karte im richtigen Moment sich vorzudrängeln und die Mitspieler nach hinten zu verdrängen ist einfach immer wieder gut. Vor allem da die Schlange wie bei RoboRally das Brett immer wieder selber agiert. Schnell und knackig.

Willkommen im Dungeon (Iello)
Oh was gibt es da alles schönes an Push Your Luck, aber selten kommt ein Spiel mit so wenig Material aus. Und vor allem weil nicht jeder alleine für sich spielt, sondern wir gemeinsam daran spielen, wer von uns sich mehr zutraut. Wie eine Versteigerung. Gerade einmal 16 Karten und ein paar Plättchen für den Helden. Wir schauen was in den Dungeon uns erwartet und welche Ausrüstung dafür überhaupt benötigt wird. Aber je mehr wir daran drehen wollen, desto eher müssen wir selber rein.

An der Schachtelgröße gescheitert: 95% des Spieleschranks
Das sit halt leider wahr. Wer Spiele hat, weiß das eigentlich fast alles zu viert und gegeneinander ist. Überlegt euch am Besten was ihr schon lange nicht mehr gespielt habt, und deswegen unbedingt mal wieder gespielt werden müsste.

Urlaub mit 6 oder mehr Leuten

Wer mit vielen Leuten unterwegs ist und dabei locker mit 6 Lauten am Tisch sitzt hat schon deutlich weniger Spiele zur Auswahl. Deutlich weniger als einem lieb ist. Aber hier gibt es natürlich dennoch Optionen die beleuchtet werden sollen.

Krazy Wördz (fishtank)
Was kann man sich über das Material beschweren, und ich bin da ganz vorne, der lieber schöne Holzsteine für die Buchstaben hätte und größere Karten. Aber so passt das Spiel natürlich locker ins Urlaubsgepäck und wer gerne Wörter erfindet so wie es Woddy Allen in Annie Hall (dt: Der Stadtneurotiker) getan hat, der kann hier gar nichts falsch machen.

Codenames (CGE)
Eigentlich gehört dieses Spiel in alle Kategorien. Es kann mit jeder Spielerzahl ab 2 gespielt werden und auch zu vier kooperativ. Aber eigentlich wäre ich auch blöd das Beste Spiel des Jahres nicht zu empfehlen. Wörter assoziieren sollte echt nicht schwer sein. Und wer Platz im Koffer sparen will lädt sich die App auf sein Handy und nimmt nur die Plättchen mit und legt dann halt im Urlaub 25 Gegenstände aus dem Ferienhaus auf den Tisch.

Time’s Up (Repos Production)
Ausführlich erklären, Wortkarg reden und am Ende nur etwas Pantomime. Dreimal durch die Artengehen und das ganze auch in Spielerzahlen mit 12 oder mehr zu genießen. Wer hat dieses Spiel noch nicht gespielt? Und in einem Urlaub mit vielen Leuten funktioniert das auch immer noch. Ein echter Klassiker.

Der Widerstand (Indie Boards & Cards)
Und schließlich ein Spiel welches viel Redegeschick braucht. Andere Spieler anschuldigen, immer wieder durchrechnen wer versucht uns zu verraten und eigentlich nur ein paar Aufträge durchzubekommen. Der Widerstand bietet fünf Packende Runden für Freunde von Werwolf-Spielen, aber ohne das ein Spieler ausscheidet. Für mich das bessere Spiel.

An der Schachtelgröße gescheitert: Mysterium (Libellud)
Was Codenames mit Wärtern macht, macht Mysterium mit Bildern. Viele Assoziationen wecken und dabei einen schönen Krimi lösen. Das Spiel kann immer noch viel, Aber die Hellsichtmarker, die könnt ihr Zuhause lassen.

Schlusswort

Aber ich bin mir sicher, das unsere Leser und Hörer hier auch noch Tipps haben, die sie auf jeden Fall jedem ans Herz legen wollen. Lasst es uns wissen. Die unfassbare Übereinstimmung von einigen Spielen hier mit einigen Spielen auf Christophs Liste zeigt mir aber auch dass da ein paar echt gute Spiele dabei sind, welche vermutlich auf den wenigsten Listen fehlen sollten.

Die Blase ist geplatzt

Als ich heute früh aufstand ging ich fest davon aus, das Leo muss zum Friseur Kinderspiel des Jahres wird. Ich war davon fest überzeugt. Ich gehöre zu den Menschen die gerne eine Meinung haben, wenn sie ein haben und diese auch gerne im Notfall ungefragt, rausposaunt. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass ich Stone Age Junior und Mmm! nicht schlecht finde, ganz im Gegenteil. Es gehört ja einiges dazu nominiert zu werden und bin bei diesen beiden Spiele auch gerne dabei, was ich nicht über alle Kinderspiele sagen kann, die in den letzen Jahren nominiert waren.

Aber mein Favorit hatte eine Riesenmähne. Und es war nicht nur mein Favorit. Michael Schmit von der Spielwiese ist der Meinung es ist das beste Spiel des Jahres. Ulrich Blum ist davon überzeugt, das nichts dadrüber geht. Peter Eggert der neben mir saß heute war sehr glücklich ein Kind mit einem Fuchs auf dem Shirt zu sehen und das er Pate für das coole Leo-Spiel ist. Omen und so. Selbst Guido hatte gedacht, dass es gewinnen würde, nicht das er mitbestimmen konnte.

Aber das sind alles Erwachsene. Ich muss zugeben, ich habe bisher zwei Runden Leo mit Kindern gespielt und etwa 20 mit Erwachsenen. Wir sind alles Spieler, Verleger, Rezensenten für Erwachsenenspiele. Wir haben unseren Erwachsenenblick drauf und gestehen diesem Spiel zu auch für Kinder zu sein. Joe hatte es in der Sendung gesagt, gegen Codenames hätte man vermutlich keine Chance und ist froh so in der blauen Kategorie eine Chance zu haben. Aber hätte es nicht vielleicht doch in die Rote Kategorie gehört? Trotz der Altersangabe?

Die Erleuchtung kam mir als ich heute mit den Kindern und ihrer Lehrerin geredet habe. Sie erklärte ganz unverblümt, das die meisten in der Klasse Stone Age Junior am besten fanden. Es sind Kinder. Und auch wenn diese alle 7 oder 8 Jahre alt waren, und sie Leo total toll fanden, war ihnen das zu viel Memory. Ich muss gestehen, dass ich echt nicht viel über Kinderspiele weiß, auch wenn ich mir versuche mir mehr anzulegen und wir durch unser Kindersendungen auch etwas das Thema zu beleuchten. Aber der heutige Tag hat mal wieder deutlich mehr als alles andere deutlich gemacht, dass nicht das persönliche Gefühl zählt, sondern die Kinder da draußen. Es muss mit ihnen gespielt werden. Ein Mantra, das die Kinderspieljuroren und -jurorinnen jedes Jahr von neuem vorbeten, und was einem vielleicht erst selber klar werden muss, wie das mit der Herdplatte.

Spannende Anekdote dazu: Alle Redakteure tippen immer auf die Spiele, die die Jury vielleicht nominieren wird. Dort war zwar Leo am häufigsten in der Kinderkategorie erwähnt worden, aber von nicht einem einzigen Kinderspielredakteur bzw -redakteurin. Die machen ihren Job und können das vermutlich besser einschätzen als die anderen Kollegen und Kolleginnen.

Aber wo wird so ein Spiel am besten geortet? Ein Spiel, welches zu hoch für einen Kinderspielpreis ist und zu niedrig für den Familienspielpreis? Ein Frage die nicht nur nicht einfach zu beantworten ist, sondern auch die Problematik deutlich aufwirft, ob ein Verlag es sich leisten kann solche Spiele zu machen? Hoffen wir das der finanzielle Erfolg hier ein positives Wort spricht und wir weiterhin gute Spiele bekommen, auch wenn sie sich nicht so einfach in eine Schablone pressen lassen.

Einen dicken Glückwunsch an den Autor Marco Teubner, den Illustrator Michael Menzel und das gesamte Team von Hans im Glück für den Gewinn mit Stone Age Junior! Mal sehen, wann ihr nun noch den Kennerspielpreis gewinnt…

Die Jury hat wieder alles richtig gemacht

Ich war am letzten Wochenende in Herne auf dem Spielewahnsinn. Es war dieses Jahr eine sehr gute Veranstaltung, welche sich vor allem durch die vollen Hallen zeigte, welche gefühlt deutlich voller waren als letztes Jahr. Das Thema für alle mit denen ich mich vor Ort unterhalten habe, war aber natürlich die bevorstehende Nominierungsliste. Inzwischen ist diese auch draußen und sie ist zum größten Teil einfach alles, aber nicht überraschend. Ob das an der Stärke des Jahrgang liegt, oder an der Tatsache, dass das innere Gefühl einfach passt ist natürlich offen. Fakt ist aber, dass selbst, wenn die Jury das ein oder andere Spiel weggelassen hätte und stattdessen was anderes genommen hätte, wäre ich zufrieden gewesen. Und so ich hatte schon einem der mich in Herne fragte gesagt, wie die Überschrift zu dem Artikel heute lautet.

Und das macht sich an vielen Punkten fest. Pandemic Legacy auf die Empfehlung und dafür die Nominierung von 7 Wonders Duell? Wäre auch super. Karuba nur Empfohlen und dafür Die Holde Isolde. Oder selbst ein Tausch der Positionen von Krazy Wördz und Codenames. Das alles wären nicht meine Entscheidungen gewesen, aber sie wären auch richtig gewesen. Die Liste der Spiele die die Jury abgeliefert hat, ist rund und klasse.

Jeder der meint, das ein oder andere Spiel wäre nicht gut, hat da was missverstanden. Das sind alles gute Spiele. Sie funktionieren und machen Spaß. Jeder der meint, da fehlt was, hat auch recht. Da fehlen viele gute Spiele die auch Spaß machen. Was die Jury hier aber abgeliefert hat, ist weit davon entfernt schlecht zu sein. Mir persönlich fehlt Mysterium, aber ich weiß warum es gute Gründe gibt, dass es nicht drauf ist.

Aber so eine Liste kann nicht immer alles abdecken und jeden Geschmack zu 100% treffen. Und sie ist natürlich geprägt von den individuellen Meinungen der Mitglieder. Wichtige Highlights, und damit meine ich die echten Highlights, über die wir noch in Jahren reden, sind drauf. Welches Spiel am Ende gewinnt ist mir schon wieder egal. Nach meinem alten Kalkül der #DontForgetTheNominees werde ich immer alle Spiele des Jahrgangs loben können. Egal ob sie gewonnen haben. Erreicht die Jury ihr Ziel das Kulturgut Spiel zu fördern, mit diesen Spielen? Absolut!

Soll ich noch was zu den einzelnen Spielen sagen? Na dann mache ich das mal:

  • Imhotep: Da ist ich lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei dem Spiel rechne ich noch mit einigem Nachschub.
  • Karuba: Tolles Spiel, welches mehr kann als Take it Easy. Viel mehr.
  • Codenames: Habe ich dieses Jahr öfter gespielt als Netrunner. Und das spiele ich eigentlich echt oft.
  • Pandemie Legacy: 3 Daumen, nicht nur für alle Blinky-Fans.
  • T.I.M.E Stories: Ich hätte so Lust selber ein Szenario zu machen. Wenn ich mal zu viel Zeit habe. (Moment ich habe eine Zeitmaschine. Ich habe alle Zeit der Welt™)
  • Isle of Skye: So so toll. Freu mich schon auf die Erweiterung die längst fertig sein soll.
  • Leo muss zum Friseur: So genial. Und so wunderbar umgesetzt.
  • Stone Age Junior: In Wahrheit das zweite Kinderspiel aus München, aber das erste war bei weitem nicht so gut.
  • Mmm!: Wer hat es zuerst gewusst? Die Österreicher! Und die Friedberger müssen wieder die Schachtel anpassen.

Mein Spiel des Monats – April 2016

Es gibt echt nicht viele gute 2 Personenspiele die wirklich gut sind und in diesem Jahr ist das vermutlich kein anderes im selben Maße wie dieses Highlight.

Mein Preisträger im April ist 7 Wonders Duell

 

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Selbst nach 20 Spielen ist da noch was zu entdecken. Der Wunsch mit den verschiedensten Wundern zu gewinnen, den Gegner mit Militär zu überrennen oder einfach nur seine Pläne zu lesen und zu durchkreuzen. In diesem Spiel ist einiges drin und so schnell auch nicht zu ergründen.

Um so schöner zu sehen das bevor das Thema kalt wird, schon eine Erweiterung in der Mache ist. Und damit meine ich keine Erweiterung die nur ein paar neue Wunder beinhaltet oder neue Plättchen. Nein es kommen komplett neue Elemente rein wie Götter. So schnell wird dieses Spiel also nicht verschwinden. Zum Glück.

Und hier der Link zum Originalartikel

Die Holde Isolde – Draftasubildung für Ritter und Fräulein

In Essen 2014 gab es ein Spiel, welches als kleiner Geheimtipp galt: Medieval Academy. Ich selber hatte kein Exemplar abbekommen, aber das Spiel klang nach eine typischen Spiel, welches mich ich nicht anmachen würde. Der Name war eher ein nichts. Ein kurzer Blick auf die Schachtel machte es nicht besser. Ich kann im Nachhinein auch nicht sagen, wie das Spiel hätte besser gestaltet werden können. Mein Sohn fand das Titelbild auf Anhieb cool.

Schmidt Spiele hat das Spiel aber gut aufgegriffen. Einen Namen der nicht ausdrückt, das wir eigentlich in der Ausbildung stecken, sondern dass wir das alles für eine schöne Frau machen, ist vielleicht auch deutlich Deutscher. Die Holde Isolde ist zumindest ein cooler Name in meinen Augen. Und Jungs schreckt er nicht ab.

Dennoch hat es echt lange gedauert bis ich das Spiel spielen konnte. Alls alle schon die Essen-Spiele ad acta gelegt haben, und ich mich noch an ein paar Nachzügler machte, hatte ich die Gelegenheit es zu spielen. Und ich bin sehr froh, denn was sich mir hier bietet ist ein wundervolles Familienspiel, welches zu Recht von einigen als SdJ-Kaliber betrachtet wird.

Auf Familienniveau wird hier das Draften auf eine sehr einfache Art genutzt. Die Spieler wählen einfach nur die Bereiche in denen sie agieren möchten mit einem Wert zwischen 1 und 5. Natürlich möchte man überall dabei sein, aber kann nicht. Und während man einfach nur die höchsten Zahlen nehmen könnte, wäre eine zu breite Streuung auch ohne ausreichend Gewinn zu werten. Auch das Ausspielen der Karten ist denkbar einfach. Wobei auch hier natürlich Anfänger etliche Fehler machen können. Vorher mitzuzählen welche Karten man gesehen hat und danach mitzuzählen welche Arten gespielt wurden ist hilfreich.

Die Bereiche auszuwerten geht dann einfach und schon nach 6 Runden oder 30 Minuten ist der beste neue Ritter gekürt. Und wem das zu schnell langweilig wird, kann sich über die vielen alternativen Platten auf der Rückseite freuen. Da werden die Spiele abwechslungsreich, wenn man im Kopf mit umdenken kann. Was manches Kind natürlich besser kann, als die Oma, die eine andere Wertung im Kopf hatte.

Unterm Strich ist es ein Familienspiel wie ein modernes sein sollte. Mit modernen Mechanismen, welche die allermeisten Familien nicht kennen dürften. Und hier bietet sich auch gerade an, wirklich einfache Spiele zu machen, um das den Familien näher zu bringen. Schmidt Spiele hatte sich das schon bei Vienna mit Würfel-Einsetzmechanismen getraut. Und damit ist Holde Isolde ein sehr guter Vertreter eines Draftsspiels. Der einfachste und der passendste. Sowohl vom Thema als auch von allen weitern Elementen

Daumen Hoch 1

Autor: Nicolas Poncin
Illustrator: Periô
Verlag: Schmidt Spiele, 2015
Spielerzahl: 2-4 Familienspieler
Links: Schmidt Spiele / Luding / BoardGameGeek