Brains: Japanischer Garten – Puzzlen für Spieler

Ich liebe Logic-Puzzles, Dies als Spieleschachtel verpackt zu sehen gibt es selten und wenn, dann meist nicht sehr ansprechend. Auch die meisten Deduktionsspiele fallen unter diese Kategorie, aber die sind oft nicht allein spielbar. Brains ist in erster Linie für nur einen Spieler gedacht auch wenn man das natürlich im mit Zeit messen gegeneinander spielen könnte. Aber wozu? Wichtiger als das wie schnell ist ja das überhaupt schaffen.

Das Spiel ist in erster Linie dann auch nur ein Puzzle nach dem anderen. 50 insgesamt, aufgeteilt in 5 Schwierigkeitsgrade. Während die ersten 20 eher Pillepalle sind, wird es ab dem dritten Schwierigkeitsgrad interessant und im vierten muss schon Zeit aufgewendet werden um es zu lösen. Sie alle am Stück zu lösen bringt einen in einen Flow, dass sehr hilft in der richtigen Gedankenverwirrung zu sein um die schweren Rätsel zu lösen. Die sieben Plättchen, die beiliegen müssen in immer größere Menge eingefügt werden, wobei der stehende Schwierigkeitsgrad sowohl in der Menge der Teile als auch in der Menge der Angaben wie sie angelegt werden müssen besteht.

Eine Beschäftigung mit den Plättchen hilft ungemein um zu verstehen wie die Teile aufgebaut sind. Etwa nur die Geraden haben eine Brücke, aber alle Gerade haben eine Brücke. Und am Ying-Yang-Pavillon ist immer Schluss mit laufen, Linien müssen also nicht raus laufen am Rand. Kein Plättchen verbindet links oben mit rechts unten. Und vor allem können zwei Symbole am Rand auch für den selben Weg gelten, wenn zum Beispiel sowohl 3 Plättchen verlangt werden und genau eine Brücke am anderen Ende.

Am Ende alle sechs richtigen zu finden ist schon sehr kopfrechnen- und probier-lastig. Aber nicht unmöglich. Fast schon unmöglich wird es die sechste Schwierigkeitsstufe zu lösen. Die sechste? Ich dachte es gibt nur fünf? Tja, so kann man sich täuschen. Denn es gibt auch eine App zu dem Spiel. Und in dieser sind nur die erste 40 der 50 Puzzle aus der Schachtel drin, dafür aber noch 10 neue Puzzle. Und die haben es in sich. Im Gegensatz zu der Schachtelversion kann ich aber nicht einfach das nächste nehmen und mir das aktuelle wieder später ansehen. Nein. Sie müssen in der korrekten Reihenfolge gelöst werden.

Aber damit sind wir immer noch nicht am Ende. Denn wegen Sachen die anders laufen als einem lieb ist, wie der Verlag bestellen musste, erhält man, als Besitzer der App auch noch vom Verlag 10 weitere Puzzle der höchsten Stufe zugeschickt. Und auch die haben es echt in sich. 70 Puzzle sind also zu lösen und am Ende echt noch den Kopf von dem Puzzle frei zu haben ist echt schwer.

Und dann kommt die Erlösung. Alle 70 Rätsel sind durch. Und nu? Brains hat für ein 10 Euro-Produkt eine Menge Unterhaltung geboten, wie ich finde mehr als ein Kinobesuch oder ein Urlaubsroman. Und gerade wenn es im Urlaub einem an Mitspielern mangelt, ist hier eine gute Unterhaltung geboten. In dem Zusammenhang erfüllt das Spiel seinen Zweck perfekt. Die einen dann aber eiskalt zurück lässt, weil alles gelöst ist. Natürlich könnte man nach einem Jahr es wieder rauskramen, denn eigentlich kann ich mir eh nicht merken wie man alles gelöst hat. Aber eigentlich will ich das weiter verschenken und andere anstecken. Pegasus könnte so lange ja schonmal die nächste Brains-Box rausbringen.

Daumen Hoch 1

Autor: Reiner Knizia
Illustratorin: Andreas Resch
Verlag: Pegasus Spiele, 2015
Redaktion: Thygra Spiele
Vertrieb: Pegasus Spiele
Spielerzahl: 1 Familienspieler
Links: Pegasus Spiele / Luding

By |2015-08-19T12:54:56+00:0019. August 2015|Darkpact|1 Comment

One Comment

  1. Thygra 20. August 2015 at 18:15 - Reply

    Danke für diesen Beitrag!
    Du kannst dich schon mal auf 2016 freuen, da kommen weitere 2 Spiele dieser Reihe. Das eine hat denselben Mechanismus, das andere funktioniert … anders. 😉

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