BW105 – Politische Spiele

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By | 2017-12-12T18:12:46+00:00 10. Dezember 2017|Bretterwisser|12 Comments

12 Comments

  1. Markus 12. Dezember 2017 at 8:30 - Reply

    Lustiger Weise war Battlestar Galactica der erste Titel, der mir beim Thema “Politische Spiele” eingefallen ist. Es gibt ja sogar extra die Rolle “Politischer Führer”. Wenn man die Serie kennt, muss das auch ein fester Bestandteil des Spiels sein, da genau dieser Prozess einen recht großen Raum einnimmt. Es geht ja neben dem Finden der Erde, der Flucht vor den Zylonen gerade darum, wie eine Gesellschaft, die nur noch aus wenigen Tausend Menschen besteht, auf engstem Raum miteinander umgeht.

    Ein weiteres erwähnenswertes Spiel ist für mich Steam Noir: Revolution. Das Thema ist Politik pur. Auch der Abstimmungsmechanismus, die Intrigen etc. unterstützen durch ihre Mechanik das Feeling.

    Und noch danke, dass es kein Aufzählbingo war 😉

  2. Sideboard 12. Dezember 2017 at 8:57 - Reply

    @Rene Wie ist der Schwierigkeitsgrad der IA-App? Uns war die Descent-App beim Ausprobieren zu leicht, auch auf schwer. Wir hatten aber auch einen Magier mit Flächenzauber, was mir in manchen Situationen als völlig OP vorkommt.

    Zum Thema habe ich überlegt, ob die Option eines Kompromisses ein Unterscheidungskriterium sein kann. Da würde Battlestar Galactica durchfallen, weil es um Leben und Tod geht (Ressourcenknappheit, Schiffzustand) und es kein Ergebnis in der Mitte geben kann. Außer man zählt das Überleben der Menschen als Mittelweg, weil die Zylonen ja noch Weiterleben.
    Wäre vermutlich eh nur bei Spielen mit (Wahl/Sieg)Punkten möglich. Ist wohl eine zu starke Einschränkung für Spiele, wo Sieg und Niederlage üblicherweise klar getrennt werden.

    • Rene Illger 12. Dezember 2017 at 11:22 - Reply

      Schwierigkeitsgrad fand ich OK. Wir hatten bisher kein Problem alles im ersten Anlauf zu schaffen, was in meinen Augen aber vollkommen in Ordnung ist. Ich mag es nicht wenn alles zu schwer ist und man alles nur man alles erst im zweiten Anlauf schaffen kann. Natürlich ist es schön wenn man alles in der letzen Runde erst gewinnt, aber in der letzten Runde immer zu verlieren ist auch doof ;-). Aber da ist natürlich auch schwer zu bestimmen, daher nehme ich es gerne etwas leichter.

  3. Lavington 12. Dezember 2017 at 16:29 - Reply

    Spannendes Thema, aktuell sowieso, schwierige Annäherung.
    Gerade wo Diplomacy erwähnt wurde (wenn von René nicht so ganz anerkannt) , wären Politische Lernspiele a la Altmeister KriKo noch unbedingt hervorzuheben. Geht dann natürlich weg vom Brett, hin zum Rollenspiel, beinhaltet dann aber sowohl Thema als auch Mechanismen (Verhandlung, Deals usw. usf.).
    Großartig und wichtig bezogen auf dieses Thema und m.E. allgemein für Brettspiele Ulis Hinweis auf Serious Games. Das klingt zwar gleich ernst, bitter und unlustig, aber nur mit lustig und bloß mechanistischem Klötzchenherumschieben zwecks abstrakten Siegpunktesammeln werden Brettspiele nie das Kulturgut, was mindestens die Jury gerne hätte.
    Und wenn ich aktuell lese
    https://idw-online.de/de/news686232
    , dass in NRW (mutmaßlich anderswo zu ähnlich) ab der Oberstufe PRO WOCHE NUR SIEBZEHN MINUTEN Zeit für politische Bildung an Schulen aller Arten zur Verfügung steht, ist das erbärmlich. Und gerade dann wäre es hilfreich, wenn entsprechende (serious) games – und hier eben bevorzugt analog – das Thema aufgreifen und spielerisch vermitteln. Das eröffnet unverfängliche Erfahrungshorizonte für die Schüler, was sie ggf. erst für anschlussfähige Vertiefungen interessieren lässt.
    Und ob die Spiele “nur” Thema haben, dafür aber größere Perspektiven bieten, oder sich in Verhandlungen u.ä. praktischen Politikmechanismen ergehen, kommt am Ende drauf an. Nichts für ungut, aber mit Battlestar Galactica gerade wegen des dominierenden SciFI-Themas unendlichen Weltraums und exotischer Aliens mag noch so viel politisch gehandelt werden, der Transfer in reale Umstände ist dann echt zu SciFi verdeckt. Das muss dann schon konkreter sein, realweltliche Bezüge haben (ob auf kommunaler und somit am ehesten erfahrbarer oder Bundesebene, von denen Parteien und Akteure auch Uninteressierte gehört haben sollten).
    Kenne Die Macher nur vom fernen Hörensagen, bin da aber sehr gespannt, wie Uli es genau updatet und wie politisch es dann auch angenommen wird – innerhalb der Szene nur als thematisch anders verpacktes Siegpunkten oder auch durch das und mit dem Thema.

    @Wir sind das Volk: Thematisch dicht und satt, lehrreich ob der Ereignisse ohnedies (so man sich auch nur minimal für das jenseits der nach Kartenwerten Abzulegendes interessiert), v.a. aber begeistert mich die Dekadenwertung: zwar vielschrittig und gutmöglich erst einmal abschreckend wirkend, verdichtet sie aber ausgezeichnet die politischen Zusammenhänge und -zwänge, auf was der Staat (DDR/BRD) zu achten hat, wichtig für Wohlstandsschaffung/-erhaltung ist und wie sichd as erst im konkurrierenden grenzlagigen Gegeneinander ergibt. Den altgedienten großen sowie gefrosteten kleinen Bruder spielte ich bisher noch nicht, steht aber noch aus und an!:)
    Wäre DIE Frage, ob man solche politisch-historische Dichte auch noch anderswie umgesetzt bekäme, ggf. auch mit klassischeren Brettspielmechanismen a la Workerplacement & Co. Wenn’s auf Dauer immer nur mittels dieser vielseitig einsetzbaren Karten auszuspielen wäre, droht es zu gleich zu werden/scheinen – alles doch stets gleich, nur anderes Setting.

  4. Jens 12. Dezember 2017 at 18:03 - Reply

    Hi,
    zwei Fragen:
    1) Ihr habt von einem Podcast gesprochen, der das Thema Politik erklärt. Leider ist kein Link dazu in den shownotes 🙁

    2) ich finde in Google AppStore nicht die offizielle 7 wonders App?!

    Der Ton, mit dem jetzt alte Einspielungen umrahmt werden, ist jetzt viel angenehmer. Danke 🙂

    Viele Grüße

  5. Markus 12. Dezember 2017 at 18:30 - Reply

    Noch ein Wort zum Interviewteil mit Uli. Ich kann verstehen, dass Matthias Frostedgames hier heraushalten will, finde es aber gerade an dieser Stelle durchaus legitim “13 Tage” zu erwähnen. Meine Meinung deckt sich da zu 100% mit der Ulis. Für mich ist das kein shameless selfplugging.

    Und noch kurz zu WRINT. Die Podcasts von Holgi sind durch die Bank empfehlenswert. Neben den anderen WRINT-Sachen lohnen sich auch seine Auftragsarbeiten im Resonator oder für den bayrischen Touristikverband.

  6. Lutz Stratmann 13. Dezember 2017 at 12:42 - Reply

    Ich sehe trotz intensiver Recherche ist euch entgangen, dass es Secret Trump schon gibt. Ihr könnt es in der aktuellen Spielbox nachlesen (6/2017).
    Weiterhin sind die Nazis als Echsen dargestellt, was eine Anspielung auf die Echsenmenschen sind, aber dies wird während des Spiels nicht kommuniziert und das restliche Design zeigt ja klar, dass das Spiel zu der Zeit von 1933 spielt.
    Ich habe das Spiel mit Niederländern gespielt und mich sehr unwohl gefühlt. Wenn die Stimmkarten umgedreht werden und alle in ihrem besten Deutsch laut “Nein!” rufen, dann ist das kein schönes Gefühl.

  7. Mark Krannich 14. Dezember 2017 at 11:57 - Reply

    JUNTA! Ihr habt Junta vergessen!
    Super politisches Spiel.
    Die Mechanik könnte ich mir auch prima für eher demokratische Länder vorstellen. Jeder Mitspieler kann dann statt Soldaten Lobbyisten auf die Ministerien los lassen. Und statt mit Waffen wird mit Rhetorik, Sponsoring oder “Geschenken” gekämpft.

  8. Dennis N. 14. Dezember 2017 at 20:01 - Reply

    Ich fand es war trotz (oder gerade wegen) des Themas eine sehr interessante und gelungene Folge.

    Nebenbei Arne…. Raus schneiden wäre passend zu Thema ein “politisches” Mittel (einiger Länder)… Darfst du das dann 🙂

  9. Dirk 28. Dezember 2017 at 8:32 - Reply

    Ich würde vielleicht noch in politische Lehrspiele (Twighlight Struggle, Colony, 1969, 1989 usw.) und Spiele, in denen man politisch handelt (Macher, Junta) unterscheiden und vielleicht mal eine eigene Folge über Spiele mit politischer Aussage (z.B. The Grizzled – Krieg ist für die, die Kämpfen, scheiße, This war of mine – Krieg ist für die, die nicht kämpfen scheiße, Underground Railway – Sklaverei ist bekämpfenswert, Mombasa – Es ist die Aufgabe des weißen Mannes, die Negerlein ans Arbeiten zu bringen, usw.) machen (insbes. im Hinblick darauf, was Lavington oben geschrieben hat.

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