BW084 – Auktionen

Auktionen sind ein spannendes Element in vielen Spielen. Dabei sind sie manchmal deutlich erkennbar, manchmal aber auch gut versteckt. Wir werfen einen Blick auf mehrere Versteigerungsarten und diskutieren ob so manche Mechanik eine Auktion ist oder nicht. Weitere Diskussionen erwünscht.

avatar Rene Illger
avatar Matthias Nagy
avatar Arne Spillner


SHOWNOTES

By | 2017-02-10T17:51:08+00:00 10. Februar 2017|Allgemein|12 Comments

12 Comments

  1. Christian F. 10. Februar 2017 at 23:28 - Reply

    Musste gerade beim Hören an den Artikel “Designing Strategy: The Auction Grand Unification Theory” von Shannon Appelcline aus dem Jahre 2005 denken: http://www.skotos.net/articles/TTnT_161.phtml. Falls ihr den Artikel noch nicht kennt: unbedingt lesen!

    Ebenso der dort verlinkte Artikel “Strategic Insights: Auction Games” (http://www.skotos.net/articles/TTnT_144.phtml) ist einen Blick wert.

    Insgesamt gerade durch die Diskussion eine interessante Folge.

    Gruß,
    Christian

  2. Jonas 11. Februar 2017 at 19:04 - Reply

    Die haarige Diskussion zum Schluss war lustig anzuhören. Ich hatte mir vor ein paar Monaten mal Gedanken darüber gemacht und versucht, verschiedene solcher Mechanismen einzuordnen.

    Dabei habe ich “Auktion” einmal als engeren und einmal als weiteren Begriff gefasst. Der weitere Begriff entspricht Matthias’ Meinung, ich habe es da allgemein “Bieten” genannt. Das ist einfach ein Mechanismus, bei dem die Spieler den Preis für etwas unter sich ausmachen (also z.B. auch Handeln in Bohnanza).
    Der engere Begriff “Auktion” ist dann das, was Arne meint. Das sind dann nur einzelne Unterpunkte des “Bietens”: Hier setzen die Spieler sich hin und sagen ausdrücklich: “Dasunddas wird jetzt versteigert.” Das ist aber schwer abzugrenzen, weil es eher eine Gefühlssache ist.

    Hinzu kommt, dass viele Spiele das Auktionselement mit Nicht-Auktionselementen (was ich in meinem Artikel “Privilegien” oder “Markt” nenne) vermischen. Stichspiele sind doch auch irgendwie Auktionsspiele – nur dass der Wert der Auktion erst währenddessen ersichtlich wird. Isle of Skye würde ich auch als einen Hybrid ansehen, weil hier das Startspielerprivileg sehr entscheidend ist (gekauft ist gekauft).

    Wenn ihr meinen Blogartikel mit vielen Spiele-Beispielen lesen wollt (die Auktionsmechanismen findet ihr unter “3. Bieten”): http://www.brettspielelabor.de/verteilungsmechanismen/

  3. Jan 13. Februar 2017 at 2:43 - Reply

    Bei “Top Race” (Pegasus Spiele) kann man die Autos am Anfang ersteigern.

  4. MeepleSchreck 13. Februar 2017 at 18:31 - Reply

    Hallochen,
    also ich hab ja zuerst gedacht es geht um Auktions-Seiten, wie man Spiele los wird um Platz für neue zu schaffen. ☺️
    Bei mir kommt das Bieten echt auf’s Spiel an. Meist mag ich es aber nicht. Vor allem wenn man bluffen muss.
    Ansonsten fand ich die Diskussion zwischen Arne und Matthias klasse und viel besser als bei Bretter vs Wisser. Vielleicht weil ungeplant und ihr daher wirklich euren Standpunkt vertreten habt. 😉

  5. Mark 14. Februar 2017 at 10:50 - Reply

    Noch nicht ganz durch mit der Folge. Die letzten Minuten kommen auf dem Rückweg.

    Zu eurer Diskussion über Auktionen. Also für mich ist eine Auktion, wenn man auf einen Preis reagieren kann. Entweder ein Preis wird durch die Bieter verändert bis irgendwann der Zuschlag erfolgt oder der Preis verändert sich und ein Bieter schlägt irgendwann zu. Der aktuelle Preis sollte nach jedem bieten mehr oder weniger bekannt sein.
    Ein Mechanismus wie beispielsweise bei El Grande ist eher eine Wette. “Dies ist mein Einsatz und ich wette an folgende Postion in der Spielreihenfolge zu kommen.”

    Dementsprechend hat meiner Meinung Arne mit seiner Argumentation recht.

    • Matthias Nagy 14. Februar 2017 at 12:44 - Reply

      Das ist sehr eng gefasst. Wären dann Spiele wo zB blind geboten wird, wie bei FrischFisch auch keine Auktionen?
      Und Wette finde ich an der Stelle auch spannend als Begriff mit reinzubringen, Ich würde behaupten wollen, die meisten Auktionen können auch als Wetten gesehen werden und umgekehrt.

  6. Claudius Möller 14. Februar 2017 at 13:58 - Reply

    Was Rennspiele angeht, solltet Ihr dringend mal Thunder Alley von GMT Games spielen. Toller über Karten gesteuerter eigener Ansatz mit Team aus Fahrzeugen und Windschatten.

  7. Knut 14. Februar 2017 at 21:58 - Reply

    Total coole Folge!
    Schöne Spielvorstellungen mit Kontroversen und auch das Thema gerade mit der Diskussion am Ende ist interessant geworden.
    Ich bin da so zwischen Matthias und Arne. Das Machtkartenspielen bei El Grande ist für mich noch Auktion. Isle of Skye ist aber keine Auktion mehr in meinen Augen. Und da bleibe ich auch bei Arnes Argument. Jeder Käufer muss irgendwie eine Option haben, die Bietrunde zu gewinnen, damit es eine Auktion ist. Bei Isle of Skye bin ich total davon abhängig, was die Leute in der Runde vor mir machen. Es ist schon ein Biet-/Wettmechanismus, aber keine Auktion. Isle of Skye ist sicherlich ein Grenzfall. Allerdings wäre ja auch jeder tägliche Einkauf im Supermarkt eine Auktion. Der Inhaber oder Franchisegeber des Marktes setzt einen Preis für einen Artikel fest. Der Artikel kann dann gekauft werden, bis keiner mehr da ist. Wenn der Artikel nicht gekauft wurde, war das Gebot zu hoch und der Inhaber bleibt auf seiner Ware sitzen.

    Und bei Wikinger ist man in meinen Augen ganz klar bei Marktmechanismen (Angebot und Nachfrage) die sollte man nicht als Auktionen bezeichnen. Da wird der Preis ja nicht von Akteuren, sondern vom System verändert.

    • Knut 14. Februar 2017 at 22:00 - Reply

      @Rennspiele: Ich bin nach erstem Anspielen ganz angetan von Automobiles mit seinen Sackbau-Elementen. Kam bei mir besser an als Formula De.

    • Matthias Nagy 15. Februar 2017 at 10:46 - Reply

      Bei Wikinger wird der Preis vom System geändert? Dann sind also holländische Auktionen wie bei Händler von Amsterdam auch keine Auktionen?
      Je mehr ich damit mich beschäftige, desto schwammiger wird der Begriff.

      • Knut 15. Februar 2017 at 14:12 - Reply

        Ist es bei Wikinger nicht so, dass Ich mir einen Meeple aussuche, den Preis bezahle und dann verändern sich die Preise nach vorgegebenen Regeln. Also durch den Akt des Kaufens werden Mechanismen in Gang gesetzt, die die Preise verändern. Das entspricht eher einem Aktienmarkt wie in 18xx-Spielen, nur mit anderen Regeln.

        In meinen Augen wäre eine Auktion immer mit dem Akt des Kaufens/Erwerbs beendet. Daher wäre in meinen Augen die holländische Auktion auch eine Auktion. Sobald jemand den Auktionsgegenstand erwirbt, ist die Auktion vorbei.

        Jetzt könnte der gewitzte Diskutant natürlich einwenden, dass ein Marktmechanismus dann nur eine Aneinanderreihung von Auktionen ist. Wer will da widersprechen…

        Es braucht scheinbar eine Anschlussfolge.

  8. Uli 1. März 2017 at 0:26 - Reply

    Naja wenn man Auktion so weit fasst ist wirklich “fast” jedes Spiel (bis auf Kniffel xD) ein Auktionsspiel.
    Im Wandel der Zeiten ist auch ein Auktionsspiel oder Agricola wo die verschiedenen Felder Auktionsfelder sind.

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