BW068 – Zweite Edition

Dieses mal beschäftigen wir uns mit dem Thema "Zweite Edition". Warum gibt es sie und wer braucht sie? Natürlich werden wir auch einige Vertreter benennen und darüber Diskutieren.

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SHOWNOTES

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By | 2016-06-17T20:36:08+00:00 17. Juni 2016|Bretterwisser|18 Comments

18 Comments

  1. Dominic 18. Juni 2016 at 13:40 - Reply

    Hallo Bretterwisser,
    bevor ich noch zur Sendung was schreibe, nur schonmal in Kürze an Arne: Wenn du auf der Suche nach einem SciFi-Spiel bist, das zugänglicher als RftG gerne auch Würfel verwendet, dennoch Möglichkeiten ohne zu großßßen GLücksfaktor bietet, dann solltest du dir m.E. unbedingt mal WINZIGES WELTALL anschauen:
    http://www.schwerkraft-verlag.de/shop/winzige-welten/winziges-weltall/
    Regeln zwar online leider nicht einzusehen, aber die Erklärung auf der Produktseite sollte schon gut erahnen lassen, wie es abläuft: dadurch, dass man mittels (zuvor zu erwürfelnder) Ressource KULTUR EINE Aktion eines Gegners kopieren kann und da man im imperialen Konverter aus zwei Würfeln einen bestimmten machen kann (nimm2 und drehe einen auf die gewünschte Seite), ist man nicht allein auf (das eigene) Würfelglück angewiesen und ist nicht bloß im eigenen Spielzug eingebunden, sondern muss stets dabei sein. Über die zub esiedelnden Planeten kommt weitere Interaktion rein, da hierüber teils fiese Effekte ausgelöst werden können, die das eigene Imperium (mit Siegpunkten) jedoch voranbringen. Man beginnt mit 4 Würfeln und kommt nie auf mehr als 7, was v.a. im Vergleich zu RftG sehr überschaubar sein und bleiben sollte:-).

    • Arne Spillner 21. Juni 2016 at 7:12 - Reply

      Hallo Dominic, vielen Dank für den Tipp. Aber ich hatte Winziges Weltall schon gespielt. Hatte mir tatsächlich auch ganz gut gefallen, aber ich finde den Preis doch recht happig. Ja, man soll eigentlich keine Preisdiskussion aufmachen, aber hier stört er mich doch extrem. Aber vielleicht finde ich ja irgendwann auch ein nettes Angebot dazu. Mal weitersuchen.

  2. Dirk 18. Juni 2016 at 18:50 - Reply

    Was hat Blood Rage mit einem Eurogame zu tun? Laut Eric Lang ist das ein direkter spiritueller Nachfahre von Chaos in the Old World und in einer Kategorie mit Kemet bzw. Cyclades und das sind ja nun waschechte Amerithrash Spiele (PvP Konflikt, starke Themenverankerung, eher martialische Themen, massenweise Komponenten).

    Was die Akzeptanz von Brettspielern angeht sind die Staaten uns allerdings weit voraus. Da gibt es an massenhaft vielen Schulen Brettspiel”clubs”, Game Nights in städtischen Büchereien und natürlich Mengen von öffentlichen Brettspiel Meetups.. Das Image von Brettspielen ist m.M.n. dort ein wenig positiver, was vielleicht aber auch am “family activity”-Aspekt von Brettspielen und der dortigen höheren Wertschätzung des Familienlebens liegt. In Deutschland mag die Beurteilung als most unsexiest Hobby alive tatsächlich daran liegen, dass das Bild was man hierzulande (noch) von Hobby-Brettspielern hat, das von eher grüblerisch angestaubten Leuten, die Agricola, Burgen von Burgund oder Steuerklärung – Das Spiel spielen, ist. Das wiederum mag damit zusammenhängen, dass der Popstar-Appeal der Brettspiel-Granden in Deutschland etwa dem des Mathelehrers entspricht, den man schon in der Schule nicht leiden konnte (wer jemals Stefan Feld oder Udo Bartsch in einem Interview gesehen hat, weiß, was ich meine).

    • Matthias Nagy 19. Juni 2016 at 21:28 - Reply

      @Blood Rage. Vielleicht sollten wir mal definieren was ein AmeriTrash und ein Eurospiel in unseren Augen ist, denn da scheint es ja eine andere Ansicht zu geben, als sie bei dir liegt.

      @Akzeptanz USA:
      Sorry, aber das kann ich nur als deinen Eindruck betrachten. In den USA liegt die Akzeptanz für Brettspiele bei Erwachsenen sogar noch unter der in Deutschland. Und dieses grüblerische angestaubte empfinde ich auch als Klischee. Wir reden hier nicht von der Nische in der Nische, die BuBu und Agricola spielt. Wir reden von der großen Masse.
      Fakt ist, in beiden Ländern werden die meisten bei dem Wort Brettspiel und wenig Ahnung eher an Monopoly und UNO denken, als an die coolen vielen anderen Spiele. Und da kennen deutlich mehr Deutsche die Spiel des Jahres Preisträger und Standard-Partyspiele wie Tabu und Activity. Und da gibt es in Deutschland deutlich mehr Erwachsene die bereit sind ohne Kinder zu spielen als in den USA, Prozentual. Als Familienaktivität würde ich das sogar ähnlich sehen.

      • Dirk 20. Juni 2016 at 16:06 - Reply

        Wann wäre ein Spiel denn dann ein Eurospiel, wenn PvP, Thema und Komponenten den Unterschied nicht machen? Nur weil bei BR gedraftet wird, macht das das Spiel ja nun nicht zum Euro, denn das werden bei Arcadia Quest die Spielcharaktere ja auch. Oder ist das jetzt auch ein Eurogame? Dass es ohne Würfel auskommt, ist auch noch kein Anhaltspunkt, denn ein ganzer Schwung an Euros setzt welche ein (Kingsburg, Vienna usw.) während einige typische Amerithrash-Spiele (Fury of Dracula, Cosmic Encounter) keine benutzen.

        • Matthias Nagy 20. Juni 2016 at 20:53 - Reply

          Wenn ich drei Dinge nennen sollte, die Eurogames von AmeriTrash-Spielen unterscheiden, dann wäre da neben Thema vs Mechanik vor allem: Spieldauer, Catch-Up und volle Involvierheit an.
          Mir fallen Spiele wie Merchant of Venus und Fortbilden Stars ein, welche zuerst einmal ewig dauern, und dann kann der Spieler auch mal kurz aufstehen, an einem anderen Tisch spielen oder auch einkaufen gehen oder Wäsche waschen bis er wieder dran ist, und wer einmal abgehangen ist hat halt verloren und spielt aus Freude noch weiter.
          Ansonsten bin ich auch der Meinung das das Thema bei Blood Rage ungefähr so dick ist wie bei Brügge, oder Karuba. Die Mechanik ist doch deutlicher.

          • Carsten 21. Juni 2016 at 8:33

            Für mich zeichneten sich AmeriTrash-Spiele immer dadurch aus, dass das (Fantasy/Sci-Fi/Horror-) Thema wichtiger(!) als die Mechanik schien. Oft unplanbar, leicht zugänglich und mit ‘schnieker’ Optik wie Arkahm Horror, Space Hulk, Talisman oder Fortune and Glory. Nach allem was ich bisher gelesen habe, passt Blood Rage da nicht wirklich dazu.

          • Dirk 21. Juni 2016 at 16:06

            @ Carsten: Leicht zugänglich? Mit 30+ Seiten langen Regelwerken?
            Und dann würde BR nach Deiner Definition doch erst recht dazugehören:
            Thema Fantasy: Check (sagt jetzt bitte keiner, das sei historisch)
            Schnieke Optik: Check
            Unplanbar: Check (da ich ja beim Plündern nicht weiß, was meine Mitbarbaren so auf der Hand haben)
            Thema wichtiger als Mechanik: Check (es sei denn man nimmt im Spiel überhaupt nur die Mechanik wahr)

            Und @ Matthias: Dann ist Descent seit der 2. Aufl. ein Eurogame? Seither ist es doch deutlich unter 1,5 h pro Szenario spielbar. Und involviert ist man bei Descent auch nicht mehr und nicht weniger als in BR. Und einen Catch up-Mechanismus sehe ich bei BR auch nicht. Insbesondere wenn Du in den ersten Runden nicht genügend Wut angesammelt hast, gerätst Du ab der zweiten Phase ins Hintertreffen, weil Du einfach nicht genügend Figuren aufs Brett kriegst.

    • Hendrik 20. Juni 2016 at 18:06 - Reply

      Na ja, es gibt gerade mal einen mit sowas wie Popstar-Appeal (WW), die anderen sind doch wohl eher Geeks für Geeks, oder? Es gibt halt in NA eine größere Geekszene dank Superhelden, Comic Con und größerer Akzeptanz für Sci-fi und Fantasy und solche Themen. Mit Familien hat das nicht so viel zu tun, ist da meine These.

  3. Dirk 19. Juni 2016 at 20:55 - Reply

    Ähh, und es heißt DeSCENT und nicht DEcent, weil es nämlich nichts mit sittsam und eine Menge mit dem Abstieg in den Dungeon zu tun hat: Und Descent 1. Ed. ist natürlich keineswegs eine Heroquest X.Ed., da es mit dem Spiel bis auf das Thema (Dungeon-Crawl) nichts zu ttun hat (es sei denn, man sagt, dass alle Dungeon-Crawler X.Ed. von irgendwelchen anderen Dungeon-Crawlern wären; allerdings wäre Descent dann Dungeon!/Verlies (1975) 1324.Ed.). Descent 1.Ed.ist aber tatsächlich Doom – The Boardgame 2.Ed., welches ebenfalls von Wilson ist und wie auch Dungeonquest, Heroquest, Warhammer Quest, Space Hulk und alle anderen “klassischen” Dungeon-Crawler die typische 70er/80er P&P-Sitzung bzw. Computer RPGs zum Vorbild hatte.

    Oh, und Rene: Du bist nicht allein! Natürlich ist jeder, der nicht jede Descent 2.Ed.- (inkl. H&M-Sets) und Eldritch Horror-Erweiterung sein Eigen nennt, ein Kulturbolschewik. Jawoll!!

    • Carsten 21. Juni 2016 at 8:11 - Reply

      Descent als eine Edition von HeroQuest zu bezeichnen ist schon sehr gewagt. Nur weil Fantasy Flight die ein oder andere Sachen mit GW gemeinsam gemacht hat (im Sinne von Lizenz genutzt). Wirklich gemeinsam haben da doch eher MB und GW an HeroQuest gearbeitet (die stehen zumindest auf der Packung).

  4. Smuker 20. Juni 2016 at 12:22 - Reply

    @Matthias Mir fällt da noch ein Podcast ein wo du schon zu Gast warst und demnächst auch wieder bist….

    • Matthias Nagy 20. Juni 2016 at 20:47 - Reply

      Ohhh. Dammnnn! Wie konnte ich euch vergessen? Sorry dafür.

  5. Smuker 20. Juni 2016 at 13:10 - Reply

    @Arne – Die kommende Erweiterung, die man auf dem Heidelberger Burgevent sehen konnte ändert bei “Potion Explosion” einiges zum Guten und die Spielzeit und Downtime verringert sich. Auch ich finde das Basisspiel etwas zu lang und freue mich, dass sie hier mit der Erweiterung das ganze Fluffiger machen.

    • Hendrik 20. Juni 2016 at 17:59 - Reply

      Ach, ich weiß nicht…. Wenn man erst eine Erweiterung braucht, um das Spiel rund zu machen, habe ich schon keine Lust mehr.

  6. Carsten 21. Juni 2016 at 8:25 - Reply

    Das Thema hat mir gefallen, die Umsetzung nicht so. Die Definitionssache ist mir eigentlich Schnuppe. Edition, Variante oder Neuumsetzung ist doch egal. Viel mehr hätten mich Änderungen und die Gründe von Änderungen an mehreren Beispielen interessiert (schön erklärt bei Carcassonne).

    Agricola gibt es ja nun in sehr vielen Versionen mit leichten(?) Änderungen. Hansa Teutonica gibt es mit unterschiedlichen Stanzbögen in der Packung. Ich fände es sehr schön, wenn ein Verlag das transparenter machen würde indem er die Änderungen in einer Versionsübersicht zumindest auf seine Homepage listet. Auch wäre eine Version-/Editionskennzeichnung auf der Packung nicht schlecht. Oft finde ich Erratas und FAQs beim Hersteller oder auf BGG, die nicht oder nur teilweise zu meinem Spiel passen.

    Was ist mit (optischen) Änderungen in verschiedenen Sprachversionen: Rumms/Cube Quest, Mysterium, Castles of Mad King Ludwig oder Sushi Go. Warum machen Verlage so etwas? Sollten die Spieler in verschiedenen Ländern wirklich so verschieden sein?

    Ein Beispiel mit einem besonders schönem Namen hätte ich auch noch: Arkham Horror: The Curse of the Dark Pharaoh Expansion (Revised Edition) 😀

    • Dirk 21. Juni 2016 at 21:00 - Reply

      Na aber der Bajuvare würde doch niemalsnienich irgendwas kaufen, bei dem der Keeniii als verrückt bezeichnet würde. Der war doch wenn überhaupt nur schwermütig.

  7. OhneQ 8. Juli 2016 at 7:13 - Reply

    Cash ‘n Guns hatte noch eine Second Edition. Leider hab ich jetzt Erweiterungen zur SE und nur die erste Edition als Basisspiel. Bei Dominion würde ich auch eher darauf tippen, dass sie einen neuen Titel wählen und dazu schreiben: “Das neue Spiel von den Dominion-Machern”

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