BW063 – Monopoly

Wir werfen dieses mal einen genaueren Blick auf genau ein Spiel. Ein Spiel das von einigen noch nicht mal als Spiel bezeichnet wird, aber ein Spiel das fast jeder kennt. Wir sprechen heute über Monopoly und dessen Geschichte.

avatar Rene Illger
123607
avatar Matthias Nagy
172509
avatar Arne Spillner
191862


SHOWNOTES

  • Hauptthema – Monopoly
  • Feedback bitte an
    • Email: info@bretterwisser.de
    • Twitter: @bretterwisser
    • Facebook
    • Blog
    • iTunes
By | 2016-04-10T20:45:54+00:00 10. April 2016|Bretterwisser|22 Comments

22 Comments

  1. Herr Wagner 10. April 2016 at 21:22 - Reply

    Uh, Monopoly. Ich hab ja mal gelernt, wenn man nichts Gutes sagen kann, soll man schweigen. Da habt ihr wohl doch Gutes gefunden? Bin gespannt auf das Hören der Folge. 🙂

  2. ohneQ 11. April 2016 at 9:06 - Reply

    Eine sehr kurzweilige Folge, dafür vielen Dank.

    In meiner Anfangsphase als “Erwachsener Spieler” gabs mal die iOS-App umsonst und interessant ist auch, wenn man das Spiel wirtschaftlicher spielt (mit dem Brettspiel unmöglich, da die Mitspieler einen hassen werden). Man nimmt dazu auf alle Grundstücke im eigenen Besitz eine Hypothek auf und schaltet nur den Straßenzug frei, auf den die Gegenspieler wahrscheinlich kommen werden (Würfelwurf 6-8) und setzt dort dann auf den Straßenzug mindestens 3 Häuser drauf. Das ist schon einige Jahre her, aber ich glaube, das Spiel ist dann schneller vorbei und man gewinnt nahezu sicher und kann zu anderen Spielen über gehen.

    Die Einfachheit des Spiels macht es tatsächlich attraktiv für Kinder. Ähnlich wie das Leitern und Schlangen Spiel nur mit Geld.

    Das führte sogar soweit, dass ich als Jugendlicher ein Spiel auf Monopolybasis selber entwickelte, bei dem es um Jobs ging. Das ernüchternde dabei war, dass es völlig zufällig war, welchen Beruf man bekam. Ausserdem war die Spielbalance nahezu Null.

    Meine Eltern haben tatsächlich noch ein Schmidt-Spiele Monopoly mit Holzfiguren und silberner Schachtel, ohne Bügeleisen oder Hut.

    Meine Faust-Regel: “Wenn der Spielerentwickler es nicht geschafft hat, Geld zu abstrahieren (z.B. als wenige Klötzchen darzustellen), ist es für mich ein schlechtes Spiel.” – Denn die Reduzierung auf das wesentliche macht mit gerade Spaß. Anm. Mit Geld meine ich Scheine, Münzen wie z.B. auf Port Royal sind davon ausgenommen.

    Hiermit nehme ich am Gewinnspiel teil und hoffe auf den Gewinn, Matthias auch in diesem Jahr wieder zu treffen.

    Der Podcast der Kieler Kollegen heißt übrigens Spiele-Podcast, ist von Henry Krasemann und das Cover habe ich mal zusammen gebastelt. 😀

    • ohneQ 11. April 2016 at 9:09 - Reply

      Hm, der Kommentar liest sich ein wenig belehrend. So war das nicht gemeint, ich kam einfach ins Schwelgen… :3

  3. Carsten 11. April 2016 at 12:23 - Reply

    “Monopoly Junior Die Eiskönigin” gibt es tatsächlich von Hasbro. Eine Nichtexistenz hätte mich auch gewundert.

    • Arne Spillner 16. April 2016 at 8:33 - Reply

      Oh nein, lasst das bloß nicht meine Tochter wissen. #ichwillkeinenschneemannbauen

  4. Carsten 11. April 2016 at 14:13 - Reply

    Ich mochte das Spiel Monopoly nie, aber mein Bruder war recht angetan davon (vor 20 oder so). Wir haben immer nach den Regeln gespielt – wie wir jedes Spiel nach den beiliegenden Regeln gespielt haben. Mir war das Phänomen der mündlich übertragenen Regeln auch völlig unbekannt bis mein Sohn in die Schule kam. Dort werden einige Spiele gespielt ohne das auch nur einer weiß wie es richtig geht. Ich verstehe da die Hortner/Betreuer nicht ganz – ich denke da könnte sich doch einer mal mit den Kindern und dem Spiel beschäftigen. Scheinbar ist das eigene Interesse da nicht groß genug.

    Einfach Häuser abreisen und wieder bauen ist auch nicht ganz ohne Werteverlust möglich, da man nur an die Bank und nur zum halben Preis verkaufen kann. (http://winningmoves.de/fileadmin/spielanleitungen/Monopoly.pdf)

  5. Mario 11. April 2016 at 18:19 - Reply

    Zu erst habe ich gedacht: Monopoly?! Aber es war eine sehr gute Folge, hat mir sehr viel Spaß gemacht euch zuzuhören.
    Ich glaube auch, dass diese weit verbreiteten “Haus”-Regeln einen offiziellen Ursprung haben müssen. Es würde ja bedeuten, dass das mal irgendwo so gespielt wurde und man es dann von dort aus weitergetragen hat, das kann ich mir nicht vorstellen. Ist schon eine interessante Geschichte!
    Ich habe als Kind Monopoly nie so richtig gerne gespielt, da es einfach zu lange dauerte. Wir haben aber auch immer so gespielt, dass man, nachdem man alle Straßen derselben Farbe bessen hatte, auch wieder auf eine solche landen musste, um dann bauen zu können🙄

  6. Knut 11. April 2016 at 20:27 - Reply

    Soso, hat es Monopoly nicht zur Klassiker-Folge zu Weihnachten geschafft. Hat aber in jedem Fall Spaß gemacht zuzuhören und Puzzle Strike und Imhotep sind auf meiner Wunschliste wohl ein Stück nach oben gerutscht.

    Die “Frei Parken”-Hausregel gibt es in jedem Fall auch in Amerika. Scott Nicholson hat da mal ein wundervolles Video gemacht, in dem diese erwähnt wird und in dem er auch Spiele vorschlägt, die man statt Monopoly spielen sollte, wenn einem bestimmte Aspekte an dem Spiel gefallen. Vielleicht könnt ihr in einer Folge ja nochmal eure Tipps für diese Monpolyinteressierten rausgeben.

    Macht weiter mit der guten Arbeit!!!

    • Matthias Nagy 12. April 2016 at 8:31 - Reply

      Der Hauptgrund, warum wir das nicht zu Weihnachten bringen ist, dass wir keinen passenden Gesprächspartner dafür gefunden haben. Wir wollen ja für die Weihnachtsfolge auch einen Gast, der da mehr transportieren kann.

      • Knut 12. April 2016 at 20:58 - Reply

        Hatte ich mir schon fast gedacht. Die Weihnachtsgespräche waren auch wirklich sehr schön. Da habe ich zwischen den Feiertagen wirklich gerne zugehört.

  7. Matthias Nagy 12. April 2016 at 8:33 - Reply

    Geoff Engelrein hat in seinem GameTek eine weitere Begründung geliefert wieso manche Spiele überhaupt gespielt werden, welche eher als Beschäftigung gelten. Die wissenschaftliche Begründung ist die, dass Leute sich lieber selber einen Elektroschock versetzen, als gar nichts zu tun.
    http://ludology.libsyn.com/gametek-classic-125-the-distracted-mind
    Ist zwar in Englisch, aber trotzdem mal reinhören.

  8. Knopfspiele 12. April 2016 at 10:53 - Reply

    Sehr lustige Folge 🙂

    Ich habe auch ein Monopoly zu Hause.
    https://boardgamegeek.com/boardgame/130641/monopoly-alan-turing-edition

    gespielt wurde es noch nie 🙂

    Meine Neffen haben mich in der Vergangenheit immer wieder zu Monopoly Pokemon gezwungen, bis sie festgestellt haben, dass sie gegen den Onkel nie gewinnen können.

  9. Dirk 14. April 2016 at 6:43 - Reply

    Hmm, Entscheidungen trifft man bei Monopoly aber doch schon (nämlich ob und wo man kauft/baut). Der Rest ist natürlich Roll & Move aber wahrscheinlich ist es genau das, was den Verkaufserfolg beflügelt: Dass nämlich wirklich jeder (und nicht nur Kinder; meine Eltern haben bspw. in den 70ern Monopoly durchaus mit ihren Freunden gespielt – ich war da noch zu klein für – und als Muttern letztes Jahr einen Spieletreff für Senioren initiierte, war natürlich auch Monopoly dabei) das Spiel ohne große Einführung spielen kann. Monopoly jetzt die Eigenschaft als “Spiel” abzuerkennen, halte ich jetzt ein wenig für dumme Arroganz. Ist ein bisschen so, als würde man den ganzen AgricolaBuBuwatever-Spielern sagen, dass sie aufgrund ihrer z.B. ggü. Schach seichten Strategietiefe ja gar keine richtigen Spiele spielen würden.

    Und was bei der Hörerfrage nicht wirklich rübergekommen ist, ist die Frage, warum bei deutschen Spielen die Auflagen bei 3000-5000 liegen, während bei ameritrashigen Kickstartern insbesondere von CMON 10000-20000 Exemplare bereits verkauft sind, ohne dass das Spiel überhaupt produziert ist, und das, obwohl Deutschland doch angeblich die größte Brettspielnation der Erde ist.

    Schließlich noch zu Renés Puzzle Strike-Rezi: Ich stimme Dir ja durchaus zu, dass PS ein solider Deckbuilder ist, allerdings habe ich mich immer gefragt, welchen Sinn das Spiel hat. Den “Auf die Fresse”-Mechanismus gibt es auch (und m.E. sogar besser) bei Star/Cthulhu Realms und bei letzteren hat man noch hübsche Bilder auf den Karten. Der Vorteil der Chips erschließt sich mir da irgendwie überhaupt nicht.

    • Knut 14. April 2016 at 11:56 - Reply

      @Hörerfrage: Mir wurde klar, dass die Auflagengröße einzig mit der Sprache und der Anzahl, der diese Sprache sprechenden Leute, zusammenhängt. Wenbn man da einfach die Rechnung der Menschen, die nach Wikipedia die Sprache sprechen aufmacht, sind es für Englisch weltweit etwa 10x so viele, wie für Deutsch. Also wäre es zu erwarten, dass die Auflage auch 10x so groß ist.bei 3000-5000 und 10000-20000 ist das ja noch nicht erreicht. Kommen also noch die nicht vorgebackten Exemplare hinzu ist die Verhältnismäßigkeit immer noch gegeben.

      @Vorteil von Chips: Man muss nicht mischen. Es gibt einige Menschen, die alleine wegen der ständigen Mischerei Deckbau-Spiele vermeiden. Beim Chips aus dem Sack ziehen fällt das weg und es entstehen ähnliche Ergebnisse.

      • Dirk 14. April 2016 at 13:36 - Reply

        Naja, aber die 10000 bis 20000 sind ja mal nur die “vorbestellten” der Kickstarter-Backer. Wenn ich mir jetzt mal ansehe, wieviele in meinem Bekanntenkreis z.B. Zombicide ihr Eigen nennen und wie wenige es gebackt haben, dann würde ich auf die Auflage etwa noch das achtfache draufrechnen, durch das, was in den freien Verkauf geht. Wäre wirklich mal interessant, da genaue Zahlen zu sehen, aber die werden ja gehütet, wie der Kellerschlüssel von Fort Knox.

        • Matthias Nagy 14. April 2016 at 16:13 - Reply

          Lieber Dirk
          Ich glaube dir, dass es Arrogant klingt, Monopoly nicht als Spiel zu benennen. Aber ich kann auch Das Letiuerspiel als Spiel bezeichnen und für mich ist es das auch nicht. Es ist eine Beschäftigung. So wie Fäden aufrollen oder Sterne zählen. Man kann es als Spiel betrachten, aber dann wird es schwer unser Hobby abzugrenzen. Ich habe für mich eine Abgrenzung gefunden und ich bin damit nicht alleine: Ein Spiel muss Entscheidungen der Spieler enthalten. Du darfst für dich gerne eine andere Einteilung nehmen. Schach zB ist für mich kein Spiel, sondern ein Sport. Auch bestimmt diskussionswürdig.

          Was Zombicide betrifft, sei dir bewusst, das die erste Box nur 5 000 Unterstützer auf Kickstarter hatte. Die späteren Erfolg basieren vor allem auf dem Erfolg des ersten Spiels. Wenn einer was gut macht, ist er im Aufmerksamkeitszentrum von mehr Leuten. Je nach Zielgruppe verkaufen einige Verlage auch in Deutschland von manchen Speilen 10 000 bis 20 000. Spiel des Jahres schafft ja auch locker 200 000. Hanabi hatte 750 000 verkauft. Da gibt es so viele Elemente die da reinspielen, dass das sehr schwer fassbar machen.
          Schließlich darf man nicht vergessen das unsere Brettspielnation auch eine Geiz-Nation ist. Viele spielen gerne und vor allem auf öffentlichen Spielerreffen, aber nicht jeder kauft sich auch in der Menge Spiele. Gerade in den USA sitzt da das Geld derzeit deutlich lockerer. Und schließlich kommen in Deutschland einfach auch mehr Spiele raus als in den USA. Wenn man die Summender Gesamt Veröffentlichungen betrachtet relativiert es Auflagen noch weiter.

          • Knut 19. April 2016 at 20:06

            Bzgl. Auflagenzahl: Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass “The Game” 2015 etwa 150 000 Exemplare verkauft hat, und das ohne SdJ zu werden sondern nur mit Nominierung.

          • Dirk 23. April 2016 at 8:04

            Hmm, nun ist aber ja Hanabi gerade kein deutsches Spiel. Und ich habe nie bestritten, dass in Deutschland Spiele verkauft werden (ich möchte nicht wissen, wie viele Zombicides in D über den Ladentisch gegangen sind) aber der “heiße Scheiß” (nein, das ist nicht, was von der SdJ-Jury dafür gehalten wird) kommt heute halt nicht mehr aus Deutschland sondern wird hier als Lizenz bzw. Lokalisierung vertrieben.

          • Zottelmonster (@GarKnut) 23. April 2016 at 9:34

            Geht man nach den auf BGG als besessen angegebenen Spielen, kommt der heiße Scheiß aus Frankreich, was von der SdJ-Jury in den letzten Jahren durchaus ähnlich gesehen wurde.

            Da sind beispielsweise bei den neu eingetragenene Spielen im März 2016 von den TOP 25: 8x Frankreich, 10x englischsprachig, wobei Zug um Zug und Pandemie mit jeweils zwei Versionen vertreten sind, und immerhin noch 4x Deutschland. Bei den englischsprachigen bin ich mir auch nicht so sicher bzw. nicht recherchemotiviert genug, wer da amerikanisch, britisch oder australisch ist.

  10. Deus Figendi 14. April 2016 at 17:46 - Reply

    Natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau und es ist auch irgendwie gemein sich nie zu melden außer man hat ‘was zu meckern aber: Diese Episode hat mich ein wenig enttäuscht, ich fand euch zu schlecht vorbereitet dafür, dass ihr das Wissen nicht so aus dem Ärmel schütteln konntet (wie in manch anderer Episode).

    Naja, angehört hab’ ich’s mir ja dennoch ^.^

    Und ich werfe noch eine Anekdote hinterher: Ich habe eine Freundin, die waaaaahnsinnig gerne Monopoly spielt (leider ist sie eine schlechte Gewinnerin UND eine schlechte Verliererin). Und als wir dies taten entdeckte ich in den Regeln auch diesen Hinweis, dass man sämtliche Hausregeln weglassen soll keine Mieten stunden etc. und wir einigten uns dass wir das so machen und im Zweifel (also Uneinigkeit) die Regeln im Heft stimmen. Diese Freundin dachte wohl “ihre” Regeln seien die offiziellen, denn schnell kam es zu massivem Streit, der darin endete, dass sie schmollend im Facebook blätterte und alle anderen ihr ihre Regeln zugestanden “ja okay dann spielen wir eben DOCH mit FreiParken”…
    Seit dem Erlebnis fordern wir sie auf sämtliche (Haus)Regeln aufzuzählen und wir notieren schriftlich was von den offiziellen abweicht. Das hat die Streitigkeiten zumindest massiv reduziert.

    Ich halte es im Übrigen für total denkbar, dass sich solche Hausregeln auch einfach so durch Mundpropaganda durchsetzen, ich kenne irgendwie 17 Varianten von Canasta und ich schätze, dass so manche Regel im Skat ursprünglich auch mal eine Hausregel war (z.B. “Ramsch” “Schneider” oder “Gand”).

  11. ToM 16. April 2016 at 21:00 - Reply

    Also in meiner Regelversion wird das Sammeln aller Gelder auf “frei parken” am Ende als Spielvariante für kürzere Spiele empfohlen.
    (Das Spiel ist etwa von 1985/86)

  12. Jessica 3. Februar 2017 at 23:38 - Reply

    Wir hatten zwei Hausregeln, eine die ich noch nie bei jemand anderem gesehen bzw. gelesen habe und einer andere die hier noch nicht erwähnt wurde. Nur zur Hintergrund: wir spielen in Neuseeland mit einem britischen Version von Monopoly (also unser Monopoly hatte Pfund obwohl wir in einem Land waren, wo mit Dollar bezahlt wurde). Die erste Regel war so: wenn jemand Miete kassieren wollte und aus versehen “150 Dollar” sagte (statt “150 Pfund”) dann bekam man nur 50 Pfund (weil die Wechselurs gerade 3:1 war). Die zweite Regel war das man nur Miete gezahlt bekam wenn man das sagte bevor der nächster Spieler würfelte.

    Ich fand diese Regeln so gemein weil ich es meistens war, der vergaß Pfund zu sagen oder übersah das jemand auf meinem Grundstück gelandet hatte. Jetzt finde ich die Regeln genial, die versauen dem Kinde den Spaß an dem Spiel (also vielleicht spielt es lieber doch was anderes), und wenn man trotzdem spielen muss gehts recht zugig.

Leave A Comment