BW048 – Computerbrettspiele(r)

Wir haben unseren ersten Patreon-Gast in der Sendung. Wir reden über drei Themen, die er sich gewünscht hat und Streifen dabei einige Punkte für zukünftige Sendungen.

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SHOWNOTES

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By | 2015-08-30T15:58:53+00:00 28. August 2015|Bretterwisser|11 Comments

11 Comments

  1. Zottelmonster (@GarKnut) 31. August 2015 at 14:07 - Reply

    Muss gerade an der Starcraft-Stelle unterbrechen. Ich hatte darauf hingewiesen. Es ist wirklich ein gutes Spiel und meine Mitspieler sagen, dass auch das Rasengefühl für Zerg, Terraner und Protoss passend ist. Aber es ist eben eher ein episches Gebietskontrollspiel und keine RTS. Und das Deckbauelement ist nur ein kleines und es gibt keine gemeinsame Auslage, sondern man muss sich aus den eigenen Technologien das beste zusammen kaufen.

    • Christian 3. September 2015 at 11:19 - Reply

      Das Spiel ist tatsächlich genial, und wird nicht umsonst zu horrenden Preisen ver- und gekauft (OOP-Spiele gibt es viele, aber nicht viele die solche Preise erreichen). Vom Komplexitätsgrad ist es natürlich immens und ähnlich wie TI3 anzusehen. Wer’s noch hat, sollte es auf jedenfall nochmal spielen, es hält sich heute noch hervorragend. Und wem’s tatsächlich nicht gefällt, der kann seinen Geldbeutel für die Spiel aufpolstern. Oder den Gewinn vom Verkauf einen guten Zweck zukommen lassen.

  2. Hawwedampknepp 31. August 2015 at 15:35 - Reply

    Erstmal konstruktive Kritik: Eure Shownotes dürften zum Beispiel die 3 Themen beinhalten…. Dann weiss ich worauf ich mich freuen darf 🙂

    Zu den Spielen in Original-Sprache… ich hasse es, wenn ich ein vermeindliches Schnäppchen auf Deutsch mache, und danach feststelle… Erweietrung kannste vergessen. So Geschehen bei Trains, Eminent Domain etc.
    Auf der anderen Seite macht es es oft schwer das Spiel auf den Tisch zu bekommen, wenn es nicht deutsch ist. Beispiel King of New York und Pandemic… Klar bei den Spielen reicht einer, der englisch kann und übersetzt, aber oft ist eben der eine Spieler am Tisch der sich dabei unwohl fühlt.
    Ich kaufe trotzdem gerne das Original, da die Übersetzungen meist unter aller Kanone sind.

  3. Dirk 10. September 2015 at 18:41 - Reply

    Zum einen muss ich mal verbessernd anmerken, dass zumindest die Android App zu Witcher sehr wohl über zwei Bewegungsmodi verfügt (normal – eine Stadt weit – und schnell – zwei Städte weit).

    Zum andern: Nur drei Studios, die Boardgame Apps können? Und dann auch noch Playdek, die alles können, nur kein Android (d.h. die Spielumsetzungen werden immer auch für Android angekündigt (z.B. Nightfall), kommen dann aber nie. Und was ist mit den App-Entwicklern von FFG (Elder Sign, Battlelore, Witcher Board Game), von CGE (hervorragende Umsetzung von Galaxy Trucker), dem White Wizard Digital Team (Star Realms), Riz Inc. (Fairy Tale)? Alles Schrott? Das scheint mir dann doch ein wenig unkundig vom Herrn Nagy.

    Dann habe ich mal ‘ne Frage: Woher kommt eigentlich das Gerücht, dass Deutschland die größte Brettspielnation auf Erden sei, gar mit den “prozentual meisten Spielern”? Ich hatte mich vor einiger Zeit mal durch ein paar Zahlen gewühlt, aber danach war sowohl der amerikanische Markt (insgesamt und pro Einwohner) umsatzstärker als auch die amerikanische Brettspielindustrie (kein Wunder mit Hasbro) und auch bei den Veröffentlichungen pro Jahr hat die USA die Nase vorn. Also woher kommts (außer aus den Selbstbeweihräucherungen des Branchenverbands, denen man aber aufgrund ihrer Interessenlage wenig Glaubwürdigkeit zusprechen sollte)?

    • Matthias Nagy 10. September 2015 at 20:17 - Reply

      Apps:
      Die Elder Sign App finde ich sehr unübersichtlich und mit einem ungelegnen Tutorial. Die Star Realms App nervt mich auch, auch wenn das Spiel genial ist. Wenn ich eine Karte betrachten will und bei _allen_ anderen Apps das per Doppelklick geht, habe ich hier die Karte schon gekauft. Ich muss stattdessen gedrückt halten. das ist auch nicht Intuitiv. Überhaupt ist das die Vordergründigste Problematik bei den meisten Apps. Sie sind nicht intuitiv in der Bedienung. Mit unkundig hat das nichts zu tun, sondern mit unerfüllten Wünschen.

      Größte Brettspielnation:
      Ich weiß nicht durch welche Zahlen du dich gewühlt hast. Ich freue mich über eine Quelle. Aber allein die Anzahl der Verlage mit 10+ Mitarbeitern in Deutschland (Ravensburger, Kosmos, Schmidt, Pegasus, Amigo, Asmodee, Heidelberger, Noris, …) im Vergleich zu den USA (Hasbro, Mattel, FFG, …) ist doch um einiges größer. Ich sage nicht, das sich das Verhältnis nicht ändern kann, so sind inzwischen deutlich mehr Menschen auf der Gen Con als auf der Spiel, aber so wirklich glauben tue ich deine Aussagen heir jetzt auch nicht.

  4. Dirk 10. September 2015 at 23:07 - Reply

    Ähhh, bei Fairy Tale ist es das gleiche wie bei Star Realms (welches nicht umsonst – gut, vielleicht auch weil sie umsonst war – die wohl erfolgreichste Deckbuilding App ist) und ich meine mich zu entsinnen, bei Boss Monster ist es genauso. Ist im Hinblick auf die PC-Nutzung eigentlich auch der deutlich intuitivere Weg, da dort ja auch der Doppelklick das Programm ausführt. Bei den Deckbuildern für Android ist es eigentlich auch nur beio Ascention anders.

    Und das Asmodee jetzt ein deutsches und kein französisches Unternehmen wäre, wäre mir jetzt auch neu. Wenn Du denn Asmodee Deutschland meinst, müsstest Du ja im Gegenzug auch Asmodee US nennen sowie die anderen Töchter Days of Wonder und Pearl. Dann wären da noch neben den von Dir genannten als Riese Wizkids als Teil von NECA sowie die ganzen Mittelständer Rio Grande, AEG, Z-Man, Arcane Wonders, Blue Orange, IELLO, Plaid Hat, Stronghold, Portal, Eagle Gryphon, GMT usw., wobei man, wenn es um Mitarbeiter in der Brettspielindustrie geht, wahrscheinlich schon bei Hasbro hätte aufhören können, um Deutschland abzuhängen. Ich glaube eher, mit diesem “führende Brettspielnation” verhält es sich ähnlich, wie mit der Behauptung der Spielbox, das weltweit führende Brettspielmagazin zu sein (tapfer ignorierend, dass es weltweit diverse Brettspielmagazine mit höherer Auflage gibt).

    • Matthias Nagy 11. September 2015 at 6:06 - Reply

      Die Nutzung einer App am Computer wo ich mit einer Maus arbeite mit der Nutzung an einem Touchiert zu vergleichen hinkt in meinen Augen sehr. Ich erwarte das die Nutzung an das Gerät angepasst ist. Wie Sachen auf dem PC umgesetzt sind kann ich tatsächlich nicht beurteilen und möchte ich auch nicht.

      Asmodee ist ein weltweit agierendes Unternehmen bestehend aus mehreren Firmen. Asmodee DE hat nach letzter Zählung 14 Mitarbeiter. Asmodee FR noch mehr. Asmodee US weniger als 10.Days of Wonder US hat weniger als Days of Wonder FR und die hatten das letzte mal auch nur 8 Mitarbeiter. Pearl ist nur in Frankreich und gerade mal 3 Mitarbeiter. Iello ist ebenfalls ein Französisches Unternehmen mit rund 10 Mitarbeitern plus 2 in den USA. Portal ist ein Polnisches Unternehmen mit 5 Mitarbeitern plus 1 in den USA. Stronghold ist tatsächlich in den USA hat aber genau 1 Mitarbeiter Weltweit. Voll der Mittelstand.

      Wir können ja mal einen Blick auf die Zahl der Verlage werfen die 15+ Veröffentlichungen im Jahr haben. In Deutschland kommen da wieder üblichen Verdächtigen auf: Ravensburger, Schmidt, Kosmos, Pegasus, Ami, Haba, Asmodee, Heidelberger, und bestimmt noch ein paar die ich vergessen habe. In den USA sind das Asmodee, FFG, Z-Man, und dann wird es schon dünn. Einer der Gründe warum Haba und Kosmos sich US-Tochterfirmen aufbauen und viele sich ein Büro mit 1 oder 2 Mitarbeitern leisten ist das dort Goldgräberstimmung herrscht. Da gibt es noch Claims abzustecken, weil der Markt eben nicht übersättigt ist, wie es der Deutsche Markt auf jeden Fall ist.

      Und die Spielbox hat alleine in Deutschland eine Auflage von 15000. Ich kenne kein Brettspielmagazin in der Welt was da auch nur annähernd ran reicht. Weder Plato, noch Casual Gamer, noch irgendein anderes. Fühl dich frei mir welche zu nennen.

  5. Andre 2. Oktober 2015 at 22:38 - Reply

    Ein freundliches Hallo an Euch Bretterwisser!

    Wieder eine sehr gelungene Folge! Und statt ausufernder Lobhudelei habe ich lieber mal Geld bei Patron eingeworfen.

    Warum schriebe ich? Ich dachte ich gebe mal mein fundiertes Halbwissen zu Tabletopia ab, was Ihr in dieser Folge auch behandelt habt.

    Vorab: Ich bin seit einiger Zeit auf Yucata und habe die Plattform lieben gelernt. Das asynchrone Spielen kommt mir hier sehr entgegen, da es gut in meinen Arbeitsalltag herein passt. Ab und an einen Zug machen, um dann wieder ungestört bzw. unversucht arbeiten zu können, finde ich persönlich ideal. Natürlich eignet sich dafür nicht jedes Spiel. Man muss sich schnell und mit einem Blick wieder ins Spiel einfinden können, um halbwegs intelligente Spielzüge machen zu können. Da ich keinen Meistertitel im Simultanschach gegen mehr als 50 Spielern trage, reduziert sich da die Auswahl doch auf recht einfache oder sehr oft gespielte Spiele.

    Da ich aber auch ab und an gerne ein Spiel jetzt hier und sofort komplett spielen möchte, habe ich mir doch die BoardGameArena angeschaut und voller Neugier sofort eine Runde Zatre gespielt. Da mein Gegenüber mir aber keine Wartezeit von mehr als einer Millisekunde zugestehen wollte und mich per Chat wüst beschimpft hat (ja, per Chat geht das ja immer leicht), habe ich schnell das Weite gesucht.

    Somit zu Tabletopia. Ja, ich habe die Kampagne unterstützt. Und ja, ich bin der Andre und liebe Gruppe, ich bin GameMaster mit einem lebenslangen virtuellen Spieletisch. Jetzt ist es raus. Wie kommt das eigentlich bei Normalsterblichen an, dass man sich einen lebenslangen virtuellen Spieletisch kauft um, um virtuell Brettspiele zu spielen. Eigentlich das Argument um beim einem Date alleine nach Hause zu gehen.

    Als ich die erste Grafiken gesehen hatte, war ich sofort begeistert und habe gleich nach einer passenden Finanzierungssumme gesucht. Doch dann habe ich mich mehr eingelesen und festgestellt, hey, dass ist ja nicht wie bei Yucata. Hier gibt es keine geführten Spiele. Ich befinde mich nur in einer Sandbox und mir wird nur das Spielmaterial zur Verfügung gestellt. Was ich damit anstelle, ist mir und meinen Mitspielern überlassen. Tiefe Ernüchterung kehrte ein. Kann das funktionieren? Da kann ja jeder belügen und betrügen. Ja, der Mensch ist ja schlecht. Doch habe ich mich nicht entmutigen lassen.

    Denn es funktioniert und man muss wissen, auf was man sich einlässt.

    Mein heutiger Wissensstand sagt mir, dass Spiele hier nur funktionieren, wenn man auch parallel per VoiceChat zusammengeschlossen ist. Man spielt hier wirklich Live und das in der bestmöglichen Umsetzung, die virtuell möglich ist. Mich begeistert alleine, dass ich jederzeit live sehe, welche Figuren meine Mitspieler bewegen. Dadurch kommt es dem “wir spielen gerade an einem Tisch zusammen” sehr nahe.

    Natürlich würde ich jederzeit eine reale Partie, jedem Onlinespiel bevorzugen, dass ist doch klar. Aber nicht jeder hat dauernd Zugriff auf Mitspieler in seiner direkten Umgebung. Und wenn ich beruflich Abends in Hotels herumhänge, dann ist das für mich gerade zu ideal um noch eben eine Partie spielen zu können. Und gibt es auch Spiele, die wir Nerds aufgrund von Komplexität oder anderem, nicht unserer Spielerunde zumuten können.

    Weitere Vorteile: Dadurch, dass die Umsetzung für die Publisher und Autoren recht einfach ist, sind jetzt schon mehr als 80 Spiele verfügbar. Und ich freue mich wie ein Kind, wenn es immer wieder neue sind, die ich noch nicht kenne. Und jemanden zu finden, der einem sehr geduldig ein neues Spiel erklärt, ist bei Tabletopia kein Problem.

    Auch das Regelstudium für neue Spiele ist um ein vielfaches einfacher, wenn man beim Lesen der Regel schon virtuell das Spielmaterial durch die Gegend schieben kann.

    Keine Frage, dass TT jetzt in der Metaphase noch gaaaanz viel Potenzial zur Verbesserung hat (Matchmaking, Freunde finden, ….), aber wenn man sieht, was noch alles ansteht, bin ich sehr froh, hier so früh schon unterstützt zu haben.

    Falls ihr Bretterwisser mal herausfinden wollt, was dort machbar ist, stelle ich gerne meinen virtuellen Tisch zur Verfügung. Gerade bei Eurem Babyboom, ist vielleicht so eine virtuelle Partie keine schlechte Idee.

    Auf jeden Fall macht so weiter!!!!

    Liebe Grüße aus dem hohen Norden

    Andre (und bei TT als NewWonder)

    • Matthias Nagy 3. Oktober 2015 at 8:20 - Reply

      Danke Andre für diese Einschätzung. Deine Erfahrung mit BoardGameArnea deckt sich mit meiner auf Brettspielwelt. Seitdem leibe ich Yucatan.de und Boîte à Jeux, welche mir alle Zeit der Welt lassen, aber auch schnell gespielt werden können, wenn beide gerade on sind.

      TT ist defektiv sehr interessant für Autoren und Verlage, welche das Tool für Rapid-Prototyping verwenden können. In dem Bereich hat es schon jetzt sehr viele überzeugt, die dann das fertige Spiel noch schneller auch anderen zur Verfügung stellen können.

      Als Spieler traue ich mich noch nicht so ran. Weniger wegen (absichtlich oder nicht) Schummeln, das kann am Tisch ja auch passieren, sondern wegen meiner 2 linken Hände in der Bedienung einer Maus. Aber ich bleibe dafür zur Zeit offen.

      Und danke für die motivierenden Worte und Münzen.

      • Andre 3. Oktober 2015 at 23:56 - Reply

        Matthias, Deine motorischen Fähigkeiten an der Maus schreien dann ja gerade zu um den ersten Videobeitrag bei Euch zu etablieren.Was meinst Du zu: “Die Bretterwisser spielen Mikado auf Tabletopia” ???

        Wahlweise würde sicher auch Jenga gehen 😉

        OK, das war jetzt gemein …. aber bei der Vorlage …

        Aber das Angebot steht, wenn Ihr über so eine Spielerfahrung auf TT (klammern wir mal Mikado und Jena aus) berichten wollt, sende ich Euch Einladungen für meinen Tisch. Das Spiel bestimmt ihr.

        • Andre 22. Oktober 2015 at 0:06 - Reply

          Habe jetzt einige Partien auf TT durch. Leider tummeln sich zu wenig Deutsche hier bzw. das Matchmaking ist noch unterirdisch gelöst. Also stehen mir mit Zeitverschiebung nur die Verrückten aus Amerika als Spielpartner zur Verfügung. Und das meine ich Positiv. Bis auf die Zeitverschiebung.

          Was mich beeindruckt ist, dass es kein Problem ist, völlig unbekannte Spiele zu spielen. Es gibt (gefühlt) sehr viele Leute, die gewillt sind, die Spiele zu erklären, die man selbst nicht kennt. Fühlt sich momentan sehr sehr gut an. Auch die unterschiedliche Auslegung von Regeln konnten wir immer sehr schnell lösen. Vielleicht habe ich nur die richtigen Leute erwischt, vielleicht ist aber auch per Voice-Chat die Hemmschwelle niedriger als per reinen Text-Chat zu trollen.

          Auf TT habe ich auch Viticulture von Jamey Stegmeier kennengelernt und finde es großartig. Und parallel zur Kickstarterkampagne, kann man Scythe jetzt auch dort spielen. Man hat also die Möglichkeit, das Spiel zu spielen, bevor man die Katze im Sack kauft. Und wer das Spiel nicht kennt, bitte auf Kickstarter schauen. Großartiges Artwork.

          Bisher finde ich TT echt großartig. Es vermittelt für mich wirklich annähernd das Gefühl, an einem Tisch zu sitzen und ein Spiel zu spielen. So gut es halt am Computer geht. Nie wird es eine echte reale Runde ersetzen, die ich auch immer vorziehen würde, aber wenn es keine Runde gibt oder es neue Spiele auszuprobieren gilt …

          Das wollte ich nur noch ergänzen 🙂

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